
Was ist Schmerz?
„Ein unangenehmes Sinnes- oder Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder potenziellen Gewebeschädigung einhergeht oder einer solchen ähnelt.
Definition von „Schmerz“ von der International Association for the Study of Pain (IASP) 2020
Was ist chronischer Schmerz?
Chronische Schmerzen sind Schmerzen, die über ein individuell nachvollziehbares zeitliches Maß hinaus anhalten oder immer wiederkehren.
Dieser chronische Schmerz wird als eigenständige Erkrankung betrachtet und erfüllt keine biologische Funktion mehr. Er weist somit nicht mehr auf eine tatsächliche Schädigung, wie eine Verletzung hin und verschwindet in der Regel auch nicht mehr einfach so. Dadurch kann er zu einer enormen Belastung werden, zu körperlichen Einschränkungen führen und psychische Probleme fördern.
Eine klare Definition und Abgrenzung von akutem und chronischem Schmerz ist tatsächlich schwierig. Im Allgemeinen spricht die Medizin von chronischem Schmerz, wenn der Schmerz länger als drei (bis 6) Monate anhält oder wiederkehrt und/oder seine Dauer das normale Ausmaß einer akuten Ursache deutlich übersteigt.


Wie behandelt man chronische Schmerzen?
Die Wahrnehmung von Schmerzen mit allen Sinnes- und Gefühlsanteilen entsteht letztlich als Antwort einer vernetzten Aktivierung verschiedener Schmerzzentren des Gehirns.
Da Schmerz ein unangenehmes Sinneserlebnis darstellt ist er regelhaft mit negativen Gefühlen verbunden, damit wir ihn schnellstmöglichst beachten und lernen, wann es für uns gefährlich wird. Wie intensiv wir einen Schmerzreiz empfinden, ob er uns in Angst und Panik versetzt, hängt nicht nur vom reinen Nervensignal ab, sondern ist ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren, zu denen auch unsere familiären und kulturellen Erfahrungen im Umgang mit Schmerz zählen. Deshalb sprechen die Experten auch von dem „bio-psycho-sozialen Schmerz“, den jeder Mensch anders empfindet.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Ursachen ist die Behandlung von chronischen Schmerzen sehr komplex und muss individuell auf den Patienten abgestimmt sein. Es können, je nach Patient, krankengymnastische- oder psychotherapeutische, medikamentöse oder alternative Verfahren (z.B. Akupunktur, Blutegelbehandlung) notwendig werden.
Spezielle Schmerztherapie in der P3 Praxis
Die spezielle Schmerztherapie ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich gezielt mit der Behandlung von chronischen oder besonders komplexen Schmerzen beschäftigt – also Schmerzen, die länger bestehen oder schwer zu behandeln sind.
Was bedeutet also „spezielle Schmerztherapie“?
Sie geht über die normale Schmerzbehandlung (z. B. einfache Schmerzmittel) hinaus. Ärzte mit dieser Zusatzqualifikation betrachten den Schmerz ganzheitlich – also körperlich, psychisch und sozial.
Typische Einsatzbereiche:
- Chronische Rückenschmerzen
- Nervenschmerzen (z. B. bei Polyneuropathie)
- Tumorschmerzen (bei Krebs)
- Kopfschmerzen wie Migräne
- Schmerzen ohne klare körperliche Ursache
Grundprinzip: Schmerz ist mehr als nur körperlich. Ein wichtiges Konzept ist das sogenannte biopsychosoziales Modell. Das bedeutet:
- Biologisch: Verletzungen, Entzündungen
- Psychologisch: Stress, Angst, Depression
- Sozial: Arbeit, Familie, Lebenssituation
Alle diese Faktoren beeinflussen, wie stark Schmerz empfunden wird.
Welche Behandlungen gibt es?
Die spezielle Schmerztherapie beinhaltet unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten
Wie bekomme ich einen Termin für die spezielle Schmerztherapie?
Sie erhalten durch unsere Mitarbeiter einen Termin.
Bitte planen Sie mit ca. 90 Minuten vor Ort.
Was wir benötigen
Für die Vergabe und Durchführung eines Termins sind folgende Dokumente zwingend erforderlich.
Überweisung
Wir benötigen eine Überweisung des Hausarztes / Facharztes zur speziellen Schmerztherapie (Bei Privatpatienten oder Selbstzahlern ist dieser Schritt nicht notwendig)
Schmerzfragebogen
Sie erhalten von uns nach der Terminvergabe einen Schmerzfragebogen, welchen Sie bitte zum Termin ausgefüllt mitbringen
Vorbefunde
Wir bitten darum sämtliche Vorbefunde (Röntgenbefunde, neurologische Befunde, Labor. etc.) ebenfalls zum Erstvorsteller-Termin mitzubringen
Am Termin
Anwesenheit
Bitte erscheinen Sie pünktlich zum Termin. Bei einer Verspätung kann der Termin nicht durchgeführt und muss Ihnen in Rechnung gestellt werden.
Unterlagen mitbringen
Sollten Sie ohne Unterlagen (Vorbefunde oder den ausgefüllten Fragebogen) zum Termin erscheinen kann dieser ebenfalls nicht stattfinden, da dies für eine Beurteilung unabdingbar ist.
Therapie
Am Ende des Termines werden wir mit Ihnen die Therapiemöglichkeiten besprechen und ggfls. schon beginnen.